07. August 2012

Lemniskate – Die Unendlichkeitsschleife im Tarot

Die umgedrehte Acht ist die sogenannte Lemniskate. (© valdis torms - Fotolia.com)

Die umgedrehte Acht ist die sogenannte Lemniskate. (© valdis torms - Fotolia.com)

Die Lemniskate ist das Symbol für Vollendung und Unendlichkeit. Sie sieht wie eine Ellipse aus und ist die Darstellung der Gegensätze schlechthin. Sie versucht zu erklären, wie aus einer Einheit, aus dem einen Kosmos, die in Bruchstücke zerteilte Welt entstand. Damit steht sie auch für den ewigen Kreislauf bzw. Yin und Yan. Die Gegensätze zwischen der Außenwelt und unserer inneren Pole halten uns in der nötigen Anspannung, um das Leben zu meistern. Deshalb ist es eine große Aufgabe, diese Kräfte in einer gesunden Balance zu halten. Viele Menschen haben Furcht vor dem Dualismus und versuchen diese Kräfte zu bekämpfen oder flüchten sich in Extreme. Dabei ist gerade ein ausbalanciertes Leben reizvoll, denn ständig muss mit den extremen Polen gespielt werden.

In der esoterischen Tradition des Kartenlegens mit Tarotkarten hat die Lemniskate zwei Funktionen: Einmal erscheint der Unendlichkeits-Kreis auf der Karte „Zwei Münzen“ – sie symbolisiert, dass der Frager spielerisch mit Problemen umgeht, heiter und neugierig bleibt und alle nötigen Anstrengungen unternimmt, um ins Gleichgewicht zu kommen. Die zweite Verbindung zwischen Lemniskate und Tarot ist ein Legesystem, das sich an der auf der Seite gelegten Acht orientiert. Man beginnt mittig links, um dann mit einer Schleife durch die Mitte und acht Karten das Unendlichkeitszeichen zu zeichnen. Es ist besonders geeignet, um zwischenmenschliche Beziehungen zu durchleuchten. Vier Karten stehen für den Frager, die vier anderen für die andere Person. Denkt man sich die Figur wie einen breiten Kreis aus sechs Karten mit zwei weiteren in der Mitte, sagen die beiden äußersten Karten links und rechts etwas über die Probleme in der Beziehung aus, wobei die linke Karte eher auf den Frager und die rechte eher auf die andere Person bezogen sind. Die beiden oberen Karten stehen für die Motivation hinter der Beziehung, die untere Reihe steht für die unbewussten Kräfte im Hintergrund der Begegnungen. Auch hier gilt wieder: Die Karten links betreffen eher den Frager, die rechts vor allem das Gegenüber. Die beiden Karten in der Mitte stehen für die Verschmelzung, das Ergebnis der Beziehung.

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